Das Gesetz über Cybersicherheit hat für viele Organisationen neue Pflichten eingeführt. Eine davon ist die Meldung regulierter Dienste gegenüber dem Staat. Wie das Nationale Amt für Cyber- und Informationssicherheit kürzlich darauf hingewiesen hat, haben die meisten betroffenen Organisationen diese Pflicht bis Ende des Jahres erfüllt.
Ein Teil der Organisationen hat die Meldung jedoch noch immer nicht vorgenommen, obwohl die gesetzliche Frist bereits abgelaufen ist.
Die gute Nachricht ist, dass die Meldung weiterhin möglich ist (und ohne unnötige Verzögerung durchgeführt werden sollte).
Was ist die Meldung regulierter Dienste und wen betrifft sie?
Die Meldung regulierter Dienste ist eine gesetzliche Pflicht für Organisationen, die Dienstleistungen erbringen oder Systeme betreiben, die unter das Gesetz über Cybersicherheit fallen. Dabei geht es nicht nur um große Konzerne – die Pflicht kann auch mittelgroße Organisationen, Betreiber von IT-Diensten, Anbieter digitaler Lösungen oder ausgewählte operative Tätigkeiten betreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das Gesetz auf Sie zutrifft, bietet das NÚKIB einen offiziellen Online-Rechner an, der Ihnen innerhalb weniger Minuten bei der Einschätzung hilft.Wie erfolgt die Meldung?
Die eigentliche Meldung regulierter Dienste erfolgt online über das NÚKIB-Portal. Der Prozess ist vollständig digital und dient dazu, dem Staat einen Überblick über die Organisationen zu verschaffen, für die Verpflichtungen im Bereich der Cybersicherheit gelten.Die Meldung ist nur der erste Schritt. Was folgt danach?
Die praktische Erfahrung zeigt, dass der häufigste Fehler darin besteht, die Meldung als „Erfüllung der gesamten Pflicht“ zu betrachten. Tatsächlich ist sie nur der Anfang. Echte Cybersicherheit basiert auf:- klar definierten Prozessen,
- Verantwortlichkeiten,
- technischen Maßnahmen,
- und vor allem auf dem menschlichen Faktor.
Praktische Umsetzung und Schulung der Mitarbeiter
Genau hier ergibt die Regulierung Sinn. Ziel des Gesetzes ist es nicht, Organisationen zu bestrafen, sondern ihre tatsächliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen zu erhöhen. Eine effektive Umsetzung umfasst daher:- regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter,
- das Verständnis von Bedrohungen im Arbeitsalltag,
- die Fähigkeit, richtig auf Vorfälle zu reagieren,
- den Aufbau einer langfristigen Sicherheitskultur.


